Ethik & Leben

ETHIK & LEBEN: Fragen der Zeit

Veranstaltungsreihe 2020


1. WIE ANDERS DARF DAS LEBEN SEIN?
Vortrag und Diskussion mit
Dr. med. Regina Winkelmann, Fachärztin für Gynäkologie
und Geburtshilfe, Murten
Max Egger, ehemaliger Gesamtleiter Schulheim
„Les Buissonnets“, Freiburg
Mittwoch, 29. Januar 2020, 19.30 Uhr, Kirchgemeindesaal Meyriez (Ch. du Village 6)

„Hauptsache, es ist gesund!“ – diesen Satz würden im Hinblick auf ihr ungeborenes Kind wohl alle werdenden Eltern unterschreiben. Vorgeburtliche Untersuchungen gehören heute zum Standard moderner Medizin – zum Segen Vieler. Aber was, wenn das Leben dieses Kindes anders ist? Ist
Leben, das anders ist, weniger lebenswert? Und was heisst schon anders? Ein Rundgang durch heutige medizinische Möglichkeiten und Erfahrungen von Menschen, die sich mit anderem Leben auseinandersetzen mussten. Was heisst das für eine betroff ene Familie – und welche sozial- und gesundheitspolitischen Fragen werden dadurch aufgeworfen?

2. WAS KANN ICH TUN FÜRS KLIMA?
Vortrag und Diskussion mit
Barbara Jossi, Senior Consultat bei Swiss Climate – Sustainable Business
Kathrin Dellantonio, myclimate – CO2-Kompensation bei Flugreisen
Mittwoch, 25. März 2020, 19.30 Uhr Ref. Kirchgemeindehaus Murten

Wir beeinflussen mit unserem Lebenswandel das Klima von heute und morgen – was sagen kommende Generationen dazu? Bedeutet mehr Klimaschutz, weniger Freiheit? Oder ist die Freiheit des Einzelnen wichtiger als das Klima? Und überhaupt, was kann ich tun fürs Klima? Zwei Fachreferentinnen zeigen praktische Lösungen auf: Nachhaltiges Business ist möglich. Flugreisen und anderes können CO2-kompensiert werden.

3. «WAS MACHT MEIN ESSEN IM MÜLL?»
Vortrag und Diskussion mit
Dr. Cornelia Mügge, Assistentin am Lehrstuhl für Allgemeine Moraltheologie und Ethik, Freiburg
Claudia Palaia, Filialleiterin Äss-Bar, Freiburg
Montag, 13. Mai 2020, 19.30 Uhr, Kath. Pfarreisaal, Murten

Food Waste: Zwei Millionen Tonnen Nahrungsmittel landen bei uns jährlich im Müll. Wenn wir diese Zahl lesen, erschrecken wir und fragen uns: Wie kommt das nur? Wo liegt der Denkfehler, der zu diesem Handeln führt? Was überlegen sich die Produzenten und was überlege ich mir und was nicht, wenn ich einkaufe, etwas bestelle oder wegwerfe? Was liegt in meiner Verantwortung, an meiner Entscheidung? Wir stellen uns die Frage nach unserer Einstellung zu Nahrungsmitt eln und unseren selbstverständlichkeiten und Gewohnheiten als KonsumentInnen. Gemeinsam diskutieren wir über die Veränderung von Haltungen und die Möglichkeiten, der Verschwendung den Riegel zu schieben.

4. «WAS BLEIBT VON DER WÜRDE?»
Vortrag und Diskussion mit
Dr. Nina Streeck , Fachverantwortliche Ethik und Lebensfragen, Institut Neumünster, Zollikerberg
Eine Dipl. Pflegefachperson, Résidence Beaulieu, Murten
Dienstag, 9. September 2020, 19.30 Uhr, Kath. Pfarreisaal, Murten

Wenn ein Mensch seine nächsten Familienangehörigen nicht mehr kennt, in seiner eigenen Welt nach
innen gekehrt zu leben scheint; wenn ein Mensch sich nicht mehr orientieren, nicht mehr selbstständig essen und entscheiden kann; wenn erst Wörter und dann die ganze Sprache verloren gehen; wenn ein Mensch seine Persönlichkeit verändert, nicht mehr der zu sein scheint, als den wir ihn kannten – wenn Menschen von Demenz betroff en sind, stellt sich unweigerlich die Frage: Was bleibt denn da von der Würde? Wir fragen und diskutieren an diesem Abend: Was macht eigentlich die Würde aus? Darf sie an Bedingungen geknüpft werden? Welche Rechte und Ansprüche leiten sich von ihr ab? Was bedeutet dies für unsere Begegnungen mit dementen Menschen, seien es Angehörige, seien es HeimbewohnerInnen?

5. LEBENSMITTEL - ALLES BIO ODER HAUPTSACHE BILLIG?
Vortrag und Diskussion mit
Jürg Gutknecht, Gemüsebauer/-produzent, Ried
Lisa Allanson, Naturheilpraxis / Bioresonanz, Muntelier
Mittwoch, 7. Oktober 2020, 19.30 Uhr, Ref. Kirchgemeindehaus Murten

Du bist, was Du isst! Stimmt das? Kommt es darauf an, was wir essen? Was machen die Lebensmittel mit uns? Ist es egal, wie unsere Lebensmittel produziert werden? Regelt der freie Markt alles zum Guten? Ein Gemüsebauer gibt Einblick in die aktuellen Bedingungen der Gemüseproduktion und die Macht der Grossverteiler bzw. der KonsumentInnen. Eine Ernährungsberaterin macht sich Gedanken, wie unsere Nahrung uns beeinflusst.

6. WAS IST „GUTES STERBEN“?
Vortrag und Diskussion mit
Prof. Dr. Isabelle Noth, Professorin für Seelsorge, Religionspsychologie und Religionspädagogik,
Universität Bern
Pierre Aufranc, Leiter des Pflegeheims und der Tagesstätte „Les Platanes“, Jeuss
Mittwoch, 10. November 2020, 19.30 Uhr, Kirchgemeindesaal Meyriez (Ch. du Village 6)

„Vor dem Tod habe ich keine Angst – aber vor dem Sterben schon…“ Ein knapper Viertel der gesamten Schweizer Bevölkerung hat eine Patientenverfügung ausgestellt, die die „letzten Dinge“ regeln soll – ein starker Hinweis, dass das Sterben trotz modernster Medizin immer noch angstbesetzt bleibt. Oder vielleicht gerade wegen modernster Medizin? Was bedeutet in Würde sterben für Menschen heute? Auf welche Weise ist Autonomie und Selbstbestimmung möglich? Wie werden Angehörige mit einbezogen? Der Abend möchte Grundlagen zur eigenen Reflexion und Meinungsbildung bieten.

Bereitgestellt: 18.01.2020     Besuche: 11 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch